Beim großen Zierlauch welken die Blätter, während die Kugeln noch stehen – das ist normal und kein Grund zur Sorge. Das schmale Laub zieht sich zur Blüte oder kurz danach zurück und wird gelb, die Blütenbälle oben halten noch wochenlang. Wer das vorher weiß, pflanzt niedrige Stauden davor, die das welkende Laub verdecken, und hat dann nur noch die Kugeln im Blick. Alle Sorten im Sortiment sind winterhart bis etwa −25 °C und kommen nicht als Zwiebel, sondern als Topfpflanze im 11 × 11 cm Topf (1 Liter).
Welcher Zierlauch passt?
Die Riesenkugeln: 80 bis 120 cm, Blüte im Mai und Juni
Hunderte Einzelblüten je Kugel: Die großen Sorten tragen Blütenbälle, die aus unzähligen kleinen Sternen bestehen. Am größten ist die Kugel bei 'Globemaster' mit bis zu 25 cm Durchmesser in leuchtendem Violett, auf 80 bis 100 cm hohen Stielen. Am höchsten wird 'Gladiator' mit 100 bis 120 cm und violett-lila Kugeln bis 20 cm. 'His Excellency' blüht violett-purpur auf 80 bis 90 cm, 'Mount Everest' reinweiß auf 80 bis 100 cm. Als Einstieg gibt es die 3er-Kollektion ('Gladiator', 'Globemaster', 'Mount Everest') und die 4er-Kollektion mit zusätzlich 'His Excellency'.
Die mittleren: 60 bis 80 cm
'In Orbit' blüht intensiv violett, 'Cliffs of Dover' reinweiß, beide im Mai und Juni. Sie sind standfest und passen in Beete, in denen die großen Sorten zu mächtig wären.
Die kleinen und die späte
'Little Sapphire' bleibt mit 25 bis 35 cm kompakt und blüht violettblau im Mai und Juni – für den Beetrand und Pflanzgefäße. 'Millenium' ist anders als die übrigen: 30 bis 40 cm, buschig, mit violett-pinken Kugeln von 5 bis 7 cm, und sie blüht erst im Juli und August, wenn die großen Sorten längst verblüht sind. Magnet für Schmetterlinge: Ihre Blüten werden im Hochsommer gern angeflogen. Das Laub bleibt bei ihr grün und glänzend.
Standort, Boden und Pflege
Zierlauch braucht Sonne; die großen Sorten vertragen leichten Halbschatten, 'Millenium' auch Halbschatten. Der Boden soll gut durchlässig sein, sandig bis humos, mäßig trocken bis frisch. Staunässe lässt die Zwiebel faulen.
Nach der Blüte haben Sie zwei Möglichkeiten: Die verblühten Köpfe abschneiden, damit die Zwiebel ihre Kraft speichert, oder die Samenstände stehen lassen. Sie trocknen als silbrig-braune Kugeln auf dem Stiel und sehen bis in den Herbst gut aus. Das Laub schneiden Sie erst ab, wenn es ganz eingezogen ist, denn bis dahin füllt es die Zwiebel für das nächste Jahr.
Zierlauch kombinieren
Die beste Gesellschaft sind Stauden, die zur Allium-Blüte austreiben und das welkende Laub verdecken: Storchschnabel, Katzenminze, Steppensalbei und Frauenmantel. Zwischen Gräsern wie Federgras oder Blaugras schweben die Kugeln über dem Laub. Weitere Ideen unter Kies- und Präriegarten und Moderner Garten.
Häufige Fragen zum Zierlauch
Warum werden die Blätter gelb, obwohl er noch blüht?
Das ist bei den großen Zierlauch-Arten normal. Das Laub zieht schon zur Blüte ein. Lassen Sie es stehen, bis es ganz verwelkt ist, und verdecken Sie es mit niedrigen Stauden davor.
Wann kann ich die Topfpflanzen setzen?
Weil der Zierlauch im Topf kommt, ist das ganze Jahr über möglich, solange der Boden nicht gefroren ist.
Kommt er jedes Jahr wieder?
Ja, bei durchlässigem Boden treibt er jedes Frühjahr neu aus. In nassem Boden fault die Zwiebel.
Eignet sich Zierlauch als Schnittblume?
Ja, frisch und getrocknet. Die Samenstände halten in der Vase monatelang.





















