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Ophiopogon - Japanischer Schlangenbart Stauden Gaenge

Ophiopogon - Japanischer Schlangenbart

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Der Schlangenbart sieht aus wie ein Gras, ist aber keines. Er gehört zu den Spargelgewächsen – und deshalb bleibt er immergrün und zieht im Winter nicht ein. Genau das macht ihn zu einem der wenigen Bodendecker, die auch im Januar noch da sind. Sechs Sorten, alle zwischen 5 und 25 cm hoch.

Welcher Schlangenbart passt zu Ihnen?

Nach Laubfarbe

Der bekannteste ist 'Niger' mit tiefschwarzem Laub – eine der wenigen wirklich schwarzen Pflanzen überhaupt und der stärkste Kontrast, den man einem hellen Kies oder einer silbrigen Staude geben kann. Er ist zugleich der winterhärteste der Gruppe (bis etwa −20 °C).

Klassisch dunkelgrün sind die Art Ophiopogon japonicus (15–25 cm) und der Zwerg-Schlangenbart 'Nana', der mit 5 bis 10 cm der niedrigste ist – die richtige Wahl für Fugen, Tröge und sehr kleine Flächen.

Gestreift sind drei Sorten, und sie unterscheiden sich im Farbton: 'Silver Dragon' silbrig-weiß, 'Variegatus' weiß-grün und 'Sparkler' cremeweiß bis hellgelb. Alle drei hellen schattige Ecken auf, wo reines Grün untergehen würde.

Nach Standort

Die Art und 'Nana' vertragen die ganze Spanne von sonnig bis schattig. 'Niger' braucht Sonne oder Halbschatten – im tiefen Schatten wird das Schwarz stumpf und geht ins Bräunliche. 'Sparkler' ist umgekehrt der Schattenspezialist und will in der Sonne einen gleichmäßig feuchten Boden.

Standort, Boden und die Winterhärte

Der Boden soll humos, locker und durchlässig sein, frisch bis mäßig trocken. Staunässe verträgt der Schlangenbart nicht, längere Trockenheit ebenso wenig – er liegt in der bequemen Mitte.

Bei der Winterhärte lohnt der genaue Blick, denn sie ist der schwache Punkt der Gattung: 'Niger' hält etwa −20 °C aus, die meisten anderen Sorten −18 °C, der Zwerg 'Nana' nur etwa −15 °C. In rauen Lagen und in Pflanzgefäßen gehört deshalb eine Abdeckung aus Laub oder Reisig darauf. Im Kübel friert der Ballen durch, was im Boden nicht passiert – dort ist ein Schutz Pflicht.

Gepflegt werden muss praktisch nichts. Kein Rückschnitt, kein Dünger. Wer möchte, zupft im Frühjahr vertrocknete Blätter heraus. Rechnen Sie mit Geduld: Der Schlangenbart wächst langsam und breitet sich über kurze Ausläufer aus. Für eine geschlossene Fläche setzen Sie neun bis zwölf Pflanzen pro Quadratmeter, beim niedrigen 'Nana' eher fünfzehn.

Schlangenbart im Beet kombinieren

'Niger' lebt vom Kontrast: vor hellem Kies, neben Sternmoos oder Blauschwingel, unter Japanischem Berggras in Gold. Die grünen und gestreiften Sorten sind eher Füllmaterial und passen zu Funkien, Farnen und Bergenien. Zwischen Trittplatten funktioniert 'Nana' ähnlich wie Teppich-Thymian, nur für schattigere Lagen. Der passende Gartenstil ist der Japan- und Zengarten.

Häufige Fragen zum Schlangenbart

Ist der Schlangenbart wirklich immergrün?

Ja. Anders als Ziergräser, die im Winter einziehen, behält er sein Laub das ganze Jahr. Nach einem harten Winter können einzelne Blätter braune Spitzen bekommen – die zupft man im Frühjahr einfach heraus.

Warum wird mein 'Niger' nicht richtig schwarz?

Zu wenig Licht. Das Schwarz entsteht durch Sonneneinstrahlung; im tiefen Schatten bleibt das Laub dunkelgrün bis bräunlich. Halbschatten reicht, pralle Mittagssonne braucht er nicht.

Wuchert er?

Nein. Er bildet kurze Ausläufer und schließt die Fläche dadurch langsam – aber er wandert nicht durchs Beet und verdrängt keine Nachbarn. Eher ist Geduld gefragt: Bis eine Fläche dicht ist, vergehen zwei bis drei Jahre.

Kann ich ihn als Rasenersatz nehmen?

Nur für Flächen, die nicht betreten werden. Er ist nicht trittfest. Für schmale Fugen und Ränder eignet sich 'Nana' gut, für eine begehbare Fläche nehmen Sie besser Sternmoos oder Blauen Bubikopf.