Seggen sind die Gräser, die dort noch wachsen, wo andere aufgeben. Im Vollschatten unter Bäumen, in der prallen Sonne im Kiesbeet, im Kübel neben der Haustür. Die meisten Sorten bleiben immergrün und niedrig — 15 Sorten zwischen 20 cm und 1,20 m, alle winterhart und alle pflegeleicht.
Welche Segge passt an Ihren Standort?
Für Halbschatten und Schatten — immergrün und buntlaubig
Die japanischen und asiatischen Seggen. Sie bleiben grün oder weiß-gelb gestreift und sind der zuverlässigste Bodendecker für dunkle Ecken.
- 'Ice Dance' (30–40 cm) — breite weiße Blattränder, die robusteste Sorte im Sortiment, bildet mit der Zeit Flächen.
- 'Evergold' und 'Everest' (30–40 cm) — cremegelber beziehungsweise weißer Mittelstreifen, kompakter Horst.
- 'Irish Green' und 'JS Greenwell' (30–40 cm) — einfarbig frischgrün, wenn es ruhig bleiben soll.
- 'Vanilla Ice' (30–40 cm) — sehr helles, fast weißes Laub.
- 'Bunny Blue' (30–40 cm) — blaugraues Laub, eine Seltenheit im Schatten.
- 'Island Brocade' (20–30 cm) — breite, fast bambusartige Blätter, wächst flächig.
Für Sonne — die bronzefarbenen Neuseelandseggen
Kupfer, Bronze, Rotbraun. Sie sehen aus wie vertrocknet und sind es nicht — das ist ihre echte Farbe, das ganze Jahr über.
- 'Firefox' (40–60 cm) — straff aufrecht, rotbraun mit gedrehten Blattspitzen.
- 'Bronco' (25–35 cm) und 'Amazon Mist' (20–30 cm) — fein überhängend, wie eine Perücke.
- 'Prairie Fire' (30–40 cm) — grün austreibend, in der Sonne orangerot überlaufen.
- 'Bronzita' (40–50 cm) — die kräftigste der bronzefarbenen Sorten.
- 'Phoenix Green' (40–50 cm) — frischgrün, verträgt Sonne wie Halbschatten.
Für feuchte Stellen und den Teichrand
- Carex pendula, die Riesen-Segge (80–120 cm) — die einzige große im Sortiment, mit überhängenden Ähren. Für Bachlauf, Teichrand und schattige Beete, die feucht bleiben.
Standort, Boden und Pflege
Die Faustregel ist einfach: grün und bunt gehört in den Schatten, bronze und rotbraun in die Sonne. Wer die Neuseelandseggen in den Schatten setzt, bekommt matte Farben; wer die japanischen in die pralle Sonne setzt, bekommt braune Blattspitzen.
Alle Seggen wollen durchlässigen, humosen Boden ohne Staunässe. Nicht zurückschneiden — Seggen sind keine Gräser, die man im Frühjahr absäbelt. Es reicht, im Frühjahr mit der Hand durch den Horst zu fahren und das lose alte Laub herauszukämmen.
Seggen im Beet kombinieren
Im Schatten sind Seggen der Gegenpol zu großen Blättern: neben Funkien, Farnen und Purpurglöckchen bringen sie feine Linien ins Bild. Das ist die Grundmischung für den Schatten- und Waldgarten.
In der Sonne stehen die bronzefarbenen Sorten am besten im Kies- und Präriebeet, wo ihre Farbe gegen Grau und Blau arbeitet. Im Kübel und in der Grabbepflanzung sind Seggen ohnehin gesetzt — sie sehen im Januar so aus wie im Juli.
Häufige Fragen zu Seggen
Meine Neuseelandsegge sieht vertrocknet aus — ist sie tot?
Sehr wahrscheinlich nicht. Bronze und Rotbraun sind bei 'Firefox', 'Bronco', 'Amazon Mist' und 'Bronzita' die natürliche Laubfarbe, auch mitten im Sommer. Ziehen Sie vorsichtig an einem Halm: Lässt er sich leicht herausziehen, war er alt — sitzt er fest, lebt die Pflanze.
Muss ich Seggen im Frühjahr schneiden?
Nein. Anders als Chinaschilf oder Rutenhirse werden Seggen nicht zurückgeschnitten. Altes Laub kämmen Sie im Frühjahr mit der Hand oder einem Rechen heraus.
Sind Seggen immergrün?
Die meisten ja. 'Ice Dance', 'Evergold', 'Everest' und die übrigen japanischen Sorten behalten ihr Laub den Winter über. Carex siderosticha zieht ein und treibt im Frühjahr neu aus.
Welche Segge eignet sich als Bodendecker?
'Ice Dance' — sie bildet kurze Ausläufer und schließt mit den Jahren zu einer Fläche. Die übrigen Sorten bleiben horstig und werden einzeln gesetzt, mit sieben bis neun Stück je Quadratmeter.































