Pampasgras ist die Pflanze, die man von Weitem sieht – und die einzige in unserem Sortiment, bei der die Winterhärte die wichtigste Frage ist. Sieben Sorten von 60 cm bis 3 m, alle mit denselben zwei Ansprüchen: volle Sonne und ein Boden, der im Winter kein Wasser hält.
Welches Pampasgras passt zu Ihnen?
Nach Endhöhe
Für Kübel und Balkon bleibt nur 'Tiny Pampa' klein genug: 60 bis 80 cm. Für Vorgarten und kleine Beete passen 'Evita' und 'Pumila' mit je 120 bis 150 cm – 'Pumila' trägt dabei die deutlich größeren Wedel. Die klassische Größe von 200 bis 250 cm haben 'White' und 'Rosea'. Am höchsten wird 'Sunningdale Silver' mit 250 bis 300 cm und den größten Blütenwedeln überhaupt.
Nach Farbe der Wedel
Reinweiß blüht 'White', silbrig-weiß 'Sunningdale Silver' und 'Evita', cremeweiß 'Pumila' und 'Tiny Pampa'. Die einzige farbige Sorte ist 'Rosea' mit zartrosa Wedeln, die sich zum Herbst hin aufhellen. Wer beides nebeneinander will, nimmt das Duo aus Weiß und Rosé. Alle Sorten blühen von August bis Oktober, die Wedel bleiben über den Winter stehen.
Standort, Winterschutz und der Schnitt im Frühjahr
Pampasgras will volle Sonne – Halbschatten reicht nicht, dort bleiben die Wedel aus. Der Boden muss durchlässig sein. Das ist keine Formalie: Pampasgras ist mit −10 bis −15 °C deutlich weniger winterhart als Chinaschilf, und was es im Winter umbringt, ist fast nie der Frost, sondern Wasser, das im Herz des Horstes steht.
Deshalb der eine Handgriff, der zählt: Im November die Halme locker zusammenbinden. Das Wasser läuft dann außen ab statt in die Mitte zu laufen, und der Horst kommt trocken durch den Winter. In rauen Lagen kommt eine Schicht Laub oder Reisig auf den Wurzelbereich. Geschnitten wird spät, erst im März oder April, dicht über dem Boden – und mit Handschuhen: Die Blattränder sind fein gesägt und schneiden bei Zug durch die Hand.
Pampasgras im Beet kombinieren
Pampasgras ist ein Solitär und braucht Abstand – mindestens einen Meter zum nächsten Nachbarn, sonst wirkt es gedrängt. Als Unterpflanzung passen niedrige Blütenstauden, die dieselbe Sonne und denselben durchlässigen Boden vertragen: Sonnenhut, Blauraute und Mittagsblume am Rand. Unter den Gräsern ergänzen Chinaschilf und Rutenhirse die Struktur, ohne dem Pampasgras die Schau zu stehlen. Fertig zusammengestellt finden Sie das im Kies- und Präriegarten.
Häufige Fragen zu Pampasgras
Ist Pampasgras winterhart?
Ja, aber mit Einschränkung: bis −10 °C ('Evita', 'Tiny Pampa') beziehungsweise −15 °C (alle anderen). Entscheidender als die Temperatur ist die Nässe. Ein Pampasgras in schwerem, staunassem Boden geht in einem milden Winter ein, während eines in Sand und Splitt einen harten Winter übersteht.
Warum blüht mein Pampasgras nicht?
Meist ist die Pflanze schlicht noch zu jung. Pampasgras blüht in der Regel erst ab dem zweiten, oft erst ab dem dritten Standjahr richtig – vorher baut es den Horst auf. Der zweite Grund ist zu wenig Sonne, der dritte ein zu nährstoffreicher Boden: Wer düngt, bekommt Blätter statt Wedel.
Wann schneidet man Pampasgras zurück?
Im März oder April, nicht im Herbst. Die stehenden Halme sind der Winterschutz. Wer im Herbst schneidet, nimmt der Pflanze genau den Schutz weg, den sie am dringendsten braucht.
Wuchert Pampasgras?
Nein. Alle unsere Sorten wachsen horstbildend – der Horst wird von Jahr zu Jahr breiter, bildet aber keine Ausläufer und wandert nicht durch das Beet. Rechnen Sie bei den großen Sorten trotzdem mit einem Durchmesser von gut einem Meter.















