
Delosperma - Mittagsblume / Eisblume
Fünf Monate Blüte auf zehn Zentimetern Höhe – das schafft im Steingarten sonst keine Staude. Die Mittagsblume blüht von Mai bis September, bildet flache Teppiche von bis zu 30 cm Breite und braucht dafür genau zwei Dinge: volle Sonne und einen Boden, der Wasser durchlässt.
Welche Mittagsblume passt in Ihr Beet?
Die Sorten unterscheiden sich nur in der Blütenfarbe
Alle vier Sorten der Reihe 'Jewel of Desert' sind in Wuchs, Höhe und Ansprüchen identisch – 10 bis 15 cm hoch, bis 30 cm breit, winterhart bis etwa −15 °C. Sie wählen also allein nach Farbe:
- 'Opal' – fuchsia-violett mit heller Mitte, die kräftigste Farbe der Reihe
- 'Rosequartz' – zartrosa mit gelber Mitte
- 'Sunstone' – orange mit pinkem Ring und gelber Mitte, der Farbtupfer
- 'Moonstone' – weiß mit gelber Mitte
Weil sie gleich hoch bleiben und gleich schnell wachsen, lassen sie sich bedenkenlos mischen. Drei Pflanzen je laufendem Meter Mauerkrone reichen, im Beet rechnen Sie mit sechs bis acht Stück pro Quadratmeter.
Wohin sie gehören
Steingarten, Mauerkrone, Kiesbeet, Trog, Dachbegrünung, Grabbepflanzung, Fugen zwischen Terrassenplatten – überall dort, wo es heiß und mager ist und andere Stauden aufgeben. Nicht geeignet ist die Mittagsblume für schweren Lehm, für Schatten und für Flächen, die betreten werden.
Standort, Boden und der eine Fehler, den man vermeiden muss
Die Mittagsblume ist eine Sukkulente: Sie speichert Wasser in den fleischigen Blättern und kommt wochenlang ohne Regen aus. Gießen müssen Sie nur im Pflanzjahr, später praktisch nie.
Was sie umbringt, ist nicht der Frost, sondern die Winterfeuchte. Winterhart ist sie bis etwa −15 °C – entscheidend ist aber nicht die Kälte, sondern ein trockener Fuß. Steht sie aber im Winter in schwerem, nassem Boden, faulen die Triebe. Arbeiten Sie deshalb vor dem Pflanzen großzügig Sand oder feinen Splitt ein und geben Sie eine Mulchschicht aus Kies statt aus Rinde. Auf einer Mauerkrone oder im Hang, wo das Wasser von allein abläuft, ist sie ohnehin am sichersten.
Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Wer möchte, kürzt im Frühjahr vertrocknete Triebspitzen ein.
Mittagsblume im Beet kombinieren
Im Steingarten passt sie zu allem, was dieselbe Trockenheit verträgt: Teppich-Thymian und Polster-Phlox blühen früher und geben ihr eine Vorlage, Moos-Steinbrech und Sternmoos füllen die Fugen dazwischen. Als Kontrast in der Höhe stehen Blauschwingel oder Edeldistel dahinter. Das fertige Bild finden Sie im Kies- und Präriegarten.
Häufige Fragen zur Mittagsblume
Warum heißt sie Mittagsblume?
Weil sich die Blüten nur bei Sonne öffnen – vormittags gehen sie auf, am späten Nachmittag schließen sie wieder. An einem trüben Tag bleiben sie ganz zu. Das ist kein Mangel, sondern der Grund, warum sie unbedingt in die volle Sonne gehört: Im Halbschatten sehen Sie die Blüte kaum.
Ist die Mittagsblume winterhart?
Ja, alle vier Sorten sind winterhart bis etwa −15 °C. Die Verluste, von denen man hört, gehen fast immer auf Nässe zurück, nicht auf Kälte. Ein durchlässiger Boden ist der ganze Winterschutz, den sie braucht.
Wie lange blüht sie wirklich?
Von Mai bis September, mit einem Schwerpunkt im Frühsommer. Sie blüht nicht durchgehend gleich stark, sondern in Schüben – nach jedem Regen und jeder Hitzewelle kommt eine neue Welle.
Kann ich sie im Kübel halten?
Ja, das ist sogar die sicherste Variante. Wichtig sind ein Abzugsloch, eine Drainageschicht und ein magerer, sandiger Substratmix. Im Winter stellen Sie den Topf am besten an eine Hauswand, damit kein Regen hineinläuft.
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