
Hochsommer im Beet: Stauden & Gräser, die jetzt erst richtig aufblühen
Wenn der Garten schlapp macht – und diese Pflanzen erst aufblühen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 2025 fielen in Deutschland nur 655 l/m² Niederschlag, das sind 17 % unter dem langjährigen Referenzmittel von 789 l/m². Das erste Halbjahr 2025 war laut dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung mit nur 146,8 mm das trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1893. Der Sommer 2026 setzt diesen Trend fort.
Wer jetzt in den Garten schaut und hängende Hortensien, welkenden Rittersporn oder gestressten Rhododendron sieht, ist nicht allein. Doch genau in diesen Wochen gibt es Pflanzen, die erst richtig loslegen: Sonnenhut, Blauraute und Rutenhirse blühen auf, als hätten sie auf die Hitze gewartet.
In diesem Artikel stellen wir Ihnen acht Stauden und Gräser vor, die im Hochsommer ihre beste Zeit haben. Wir zeigen, welche Pflanzen für Sonne und welche für Halbschatten geeignet sind, wie Sie Trockenstress im Garten vermeiden und wie Sie richtig gießen. Der Klimagarten ist der Gartenansatz des Jahres 2026 – und er ist alles andere als ein Verzicht. Er ist eine Einladung zu einem Beet, das auch im Juli und August vor Farbe und Leben strotzt.
Warum der Hochsommer viele Gartenpflanzen an ihre Grenzen bringt
Die Trockenheit der letzten Jahre ist kein Ausreißer, sondern ein Muster. 2025 war laut Umweltbundesamt und DWD eines der fünf sonnigsten Jahre seit 1951. Der Winter 2025/26 brachte mit rund 135 l/m² nur etwa 71 % des durchschnittlichen Niederschlags. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Teilen von Sachsen und Thüringen bestand selbst Ende Februar 2026 in einer Bodentiefe von 180 bis 190 cm noch Trockenstress.
Für klassische Gartenstauden bedeutet das: Sie kommen nicht mehr mit. Hortensien, Rittersporn und Rhododendron brauchen gleichmäßig feuchte Böden und reagieren auf anhaltende Hitze mit Welke, Blattschäden und Blühverlust. Der NABU stuft diese Pflanzen mittlerweile als zunehmend ungeeignet für deutsche Gärten ein und empfiehlt stattdessen heimische, standortangepasste Arten.
Wichtig zu wissen: Auch trockenheitsresistente Stauden sind keine Selbstläufer vom ersten Tag an. Das sogenannte „Zweite-Standjahr-Prinzip

